Selbstverständnis

Selbstverständnis

Wir sind auf dem Weg vom Selbstverständnis zum Konzept. Wenn man dauerhaft mit anderen Menschen zusammen wohnt, wird man die eine oder andere alte Gewohnheit überdenken müssen. Eine Mahlzeit ist nicht zu Ende, wenn das Bäuchlein voll ist, ein Spaziergang ist nicht zu Ende, wenn man die Hausschuhe an hat und wenn der Deckel vom Mülleimer sich nicht mehr schließt, dann ist wegwerfen auch noch nicht zu Ende. Wenn wir respektvoll miteinander umgehen wollen, ist eine Mahlzeit zu Ende, wenn die Küche wie zuvor aussieht, ein Spaziergang ist zu Ende, wenn alles wieder seinen Platz gefunden hat, und wer den Mülleimer zum Überlaufen bringt, der bringt ihn vielleicht auch nach Unten.

Kurz um, was die Gemeinschaftsräume betrifft, ist „A“ wie „anfangen“ bis „Z“ wie „zu Ende bringen“ unser Motto.

Und weil es so schön ist, von A bis Z, haben wir einfach mal die Buchstaben laufen lassen …

Das kannst Du von gimwa erwarten:

A wie argumentieren und Ausreden lassen. B wie Besenwirtschaft veranstalten oder in den Biergarten gehen. und die Balance zwischen Geben und Nehmen wahren. C wie Campen und den Co2-Footprint reduzieren. D wie Dunstabzugshaube. E wie E-Auto und Empathie. F wie Fensterputzer, Fehler verzeihen und Freigeister. G wie Gesellschaftsspiele, Glaubensfreiheit, Geburtstagskuchen (süß und salzig) und Gemeinsam Alt werden. H wie Heimkino oder Hefezopf. I wie Improvisieren. J wie Jung bleiben und Jeder lebe so, dass seine Regeln auch das Gesetz der Welt sein könnten. K wie Kochen, Konfetti im Leben, Knoblauch und Kompromissbereitschaft. L wie Lebenslanges Lernen, Lachen und Lastenfahrrad.

M wie Mülltrennung und Mietverträge. N wie Nähe, Neues ausprobieren und Nein heißt Nein. O wie Offenheit. P wie Popcorn + Pizza, Plastik vermeiden und Plenumssitzungen (kontinuierlich, im notwendigen Umfang). Q wie Quatschen. R wie Radfahren, Realismus und Rücksicht nehmen. S wie Selbst machen, Sofalümmelei, Spazieren gehen oder Streiten lernen. T wie Tischtennis spielen, Tee trinken, Trösten und Träume verwirklichen. U wie Unterstützung (gegenseitig) Urlaubsblumengießen Umweltschutz im eignen Leben und mal Umarmen. V wie Vorurteile erkennen und ergründen. W wie Wissen, Wandern und „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.“ X,Y,Z wie Zuhören, Zeitung teilen und lesen und zusammen Zeiträtsel.

Das wollen wir vermeiden:

A wie Abwasch stehen lassen oder absolute Anarchie. B wie Beziehungskrisen im Plenum erörtern und Bildzeitungswahrheiten. C wie Chaos (Dauer~). D wie Dreck im Wohnraum oder die gleichen Fehler (oft) wiederholen und Drückebergerei. E wie Eigentumswohnungen, Eigenbrötler und Egotripps. F wie Festgefahrene unveränderliche Meinungen oder Fernseher im Dauerbetrieb. G wie Gewalt, Grenzen anderer ungefragt überschreiten und Geschlechterspezifische Rollenklischees. H wie Harte Drogen und Haben statt Sein. I wie Ignoranz und Immer- und Nie-Sätze. J wie Jähzorn. K wie Küchenmessis, Kurzstreckenfliegen und Kreativitätsbremsen. L wie Lügenbeutel.

M wie Müllberge, mehr rausnehmen als man anderen zugesteht oder Missionieren. N wie Nase poppeln oder negativ diskriminieren. O wie Ohrfeigen und Oberfeldwebelton. P wie Plenumssitzungen mit Endlosdiskussionen. Q wie Quasselstrippen (Dauer~). R wie Rauchen in Innenräumen, Räucherkerzen/Duftlampen in Gemeinschaftsräumen. S wie Sonderrechte rausnehmen, Sexuelle Übergriffe und Studenten-WG. T wie Teppichböden. U wie Unordnung im Gemeinschaftsbereich, über Schuhe stolpern und Unreflektiertes, aggressives Verhalten. V wie Vermutungen als Gewissheit verkaufen. W wie Worte ohne Taten. X,Y,Z wie Zickenkrieg, Zanken und Zweck-WG.